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Mali Studienreise

Vorschau: Streckenverlauf Mali Studienreise

Werfen Sie einen Blick auf den Verlauf dieser Reise durch Mali!
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Weitere Infos: Leistungen, Preise, Termine

Highlights

  • Bamako: Nationalmuseum und Handwerksmarkt
  • Ségou "Stadt der Balanzin": Neusudanesischer Baustil und koloniales Erbe
  • Niger Flussexpedition: Pinassenfahrt durch das unberührte Binnendelta
  • Tausendjähriges Djenné: UNESCO Kulturerbe, Montagsmarkt
  • Mopti "Venedig des Sudan": Mopti ist Markt
  • Altnigritische Dogon: Bauernvolk in den Felsklippen von Bandiagara
  • (Timbuktu: Mystische Wüstenstadt am Südrand der Sahara) Sicherheitshinweise

Programm-Übersicht der 13-tägigen Mali-Studienreise

1. Tag, Dienstag Ankunft BamakoDetails
2. Tag, Mittwoch BamakoDetails
3. Tag, Donnerstag Fahrt nach SégouDetails
4. Tag, Freitag SégouDetails
5. Tag, Samstag SénankouDetails
6. Tag, Sonntag Pinassenfahrt Ké Macina, Transfer n. DjenneDetails
7. Tag, Montag Djenne MontagsmarktDetails
8. Tag, Dienstag Dogonland SanghaDetails
9. Tag, Mittwoch Dogonland SanghaDetails
10. Tag, Donnerstag Dogonland SanghaDetails
11. Tag, Freitag Transfer nach MoptiDetails
12. Tag, Samstag MoptiDetails
13. Tag, Sonntag Flug Mopti - Bamako, Rückflug n. EuropaDetails

Das können Sie von unserer Expeditionsreise erwarten

Unsere Agentur hat bis 2009 als örtlicher Agent für STUDIOSUS REISEN die Malistudienreise durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Sicherheitshinweise zu Timbuktu hat sich unser Partner entschieden, Mali solange aus dem Programm zu nehmen, bis Timbuktu nicht mehr von den aktuellen Sicherheitshinweisen betroffen ist.

Wir - und vor allem unsere Gäste - sind der Meinung, dass Mali viel mehr zu bieten hat als den Mythos Timbuktu. Alle Besucher sind sich einig: die Hauptattraktionen dieses wunderschönen Landes liegen im Dogonland, Djenne, Mopti und auf dem Nigerfluss.

In diesem Sinne bieten wir weiterhin unsere MALI STUDIENREISE für höchste Komfortansprüche - ohne Timbuktu - an. Bestmögliche Hotels mit Stil und Geschmack, klimatisierte Fahrzeuge, ein Inlandflug und ein Rund-um-Versorgungspaket schaffen ideale Bedingungen für eine entspannte Urlaubsreise.

Kleingruppen ab 2 Teilnehmern sind ebenso möglich wie Gruppen bis zu 12 Teilnehmern, die durch Buchung zu vorgegebenen Terminen zustande kommen. Natürlich sinkt der Reisepreis, je mehr Teilnehmer sich pro Termin melden!

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Tagesbeschreibung

1. Tag, Dienstag

Ankunft in Bamako

Unser Reiseleiter begrüßt Sie am Flughafen Bamako - Sénou. Nach den Einreiseformalitäten und einer rund zwanzigminütigen Fahrt in die Stadt erreichen Sie mit unserem Transferbus das Hotel.

HOTEL MANDÉ -/-


2. Tag, Mittwoch

Bamako - die Stadt der Krokodiltümpel

Nach dem Frühstück unser Tages - Briefing: Die Uhrzeit wird angepasst, Euros können in die örtliche Währung FCFA getauscht werden, die Zeiteinteilung des morgigen Tages, Bekleidungsratschläge und Einkaufsgelegenheiten werden bekannt gegeben.

Die Hauptstadt Malis, malerisch am Niger Ufer gelegen, zählt rund 1 Million Einwohner. "Bamma Kô" bedeutet in der Malinke-Sprache "Krokodiltümpel". Das Krokodil steht bei vielen sudanesischen Völkern als Totemtier in hoher Achtung und darf nicht getötet werden. 1908 avanciert Bamako anstelle von Kayes zur Hauptstadt der Kolonie des neu geschaffenen "Französischen Sudan" und behält seine Hauptstadtfunktion nach der Unabhängigkeit im Jahre 1960 bei.

Am Morgen fahren wir durch das Kolonialviertel zur prähistorischen G-Punkt-Grotte, bevor wir mit einem sachkundigen Führer das neue Nationalmuseum besuchen. Das neu errichtete Gebäude ist weit über seine Landesgrenzen bekannt. Es weist unter Verwendung von lokalem rötlichen Sandstein und gelbem Lehm eine vorzügliche Raumgliederung und Beleuchtung auf. Neben einem Überblick über die reiche prähistorische Vergangenheit Malis trifft der Besucher auf Ausstellungen, beispielsweise eine Textilabteilung mit fast lückenloser Übersicht zur Vielfalt der nomadischen Deckenwebkunst der Fulbe und Tuareg. Das Museum überrascht auch mit aktuellen Ausstellungen malischer Künstler, die dem europäischen Besucher noch unbekannt sind.

Geht man vom Museum weiter in südlicher Richtung auf einer breiten Allee mit Kapokbäumen zum "Place de la Republique" und biegt dann Richtung Osten ab, gelangt man zum neu erbauten "Marché Rose", der größten Sehenswürdigkeit in Bamako. Auf den Markt treffen sternförmig mehrere belebte Strassen. Durch die Eckportale im neosudanesischen Stil mit ihren Pfeilern und Zinnen gelangt man, vorbei an überladenen Ständen mit Textilien, orientalischen Parfüms und billigem Schmuck in das Innere der Markthalle, wo sich der Handel mit Artikeln des täglichen Bedarfs abspielt. Wer indes gewebte Decken der Peul, Lederarbeiten der Tuareg oder "Pagnes" der Frauen vom Lande (Bambara, Dogon) erstehen will, der ist mit dem Handwerkerzentrum nahe der Großen Moschée gegenüber der "Assemblé Nationale" besser beraten. Wegen ihrer Ursprünglichkeit und überquellenden Fülle erscheinen die Märkte dem Besucher wie Überbleibsel aus der Blütezeit des alten Malireiches.

HOTEL MAMDÉ F/M/A

Post von Bamako
Das Gebäude der Hauptpost in der Stadtmitte

3. und 4. Tag, Donnerstag und Freitag

Sègou - Königstadt der Bambara

Am Donnerstagmorgen gegen 9:00 Start zu einer rund fünfstündigen Fahrt mit gelegentlichen Stopps auf guter Teerstrasse nach Ségou (250 Km). Die Strecke führt durch traditionelle Hirse - und Baumwollfelder. Riesige, vereinzelt stehende Baobabbäume lockern die parkähnliche Kulturlandschaft auf. Die dominierende Volksgruppe der Bambara siedelt hier in kleinen, dezentral organisierten Lehmbaudörfern, die noch nicht an ein zentrales Strom - und Wasserversorgungsnetz angeschlossen sind. Entsprechend ursprünglich und unverfälscht erleben wir die ersten Eindrücke von einem noch weitgehend unberührten Afrika. Ausklang des Tages am Swimmingpool des Hotels oder mit einem Spaziergang entlang dem Nigerufer.

Am Freitag unternehmen wir einen ausgedehnten Rundgang durch die ehemalige Residenzstadt der Bambara - Könige (17.-19. Jahrhundert). Ab 1880 gehörte Ségou zur Kolonie des französischen Sudan. Die Gebäude des "Office de Niger" und das "Hôtel de Ville" repräsentieren den neu - sudanesischen Baustil des kolonialen Ségou. Uferalleen von mächtigen "falschen Mahagoni" (Acajou de Senegal) entlang des Nigerstroms, Töpferzentren und eine Teppichweberstätte machen Ségou zu einer interessanten Etappenstation auf unserem Weg von Bamako nach Mopti.

Das Stadtbild des alten, afrikanischen Ségou wird vom einstöckigen Rechteckhaus mit Flachdach dominiert. Die aus rotem Flusslehm erbauten Kastenhäuser sind charakterisiert durch diagonal zur Hauswand angesetzte Mauerstützen, die keine durchgehende vertikale Fassadengliederung bewirken. Stellvertretend für diesen Baustil kann das Wohnhaus der Familie Thiam gelten, das mit seinen Spitzbogennischen und imposantem Zinnenschmuck wohl das letzte architektonische Dokument der hochstehenden Palastbauweise Segous darstellt.

Haus in Segou
Klassisches Rechteckhaus mit diagonalen Mauerstützen in Ségou

Wir beenden unseren Rundgang im Schatten von riesigen Kapokbäumen, die alleeartig die Uferböschung des Nigerflusses säumen. Als erster Europäer trifft Mungo Park 1795 vom Senegal her kommend auf die Stadt am "Djoloba". Endlich kann der Schotte der African Society von der West-Ost Richtung des Nigerstromes berichten. Ségou ist deshalb ein denkwürdiger Ort in der Entdeckungsgeschichte Afrikas. Angesichts unseres heutigen Reisekomforts sollten wir uns in Erinnerung rufen, dass der Entdecker seine Erkenntnis vor rund 200 Jahren an den Stromschnellen des Niger bei Bussa (Nigeria) noch mit dem Leben bezahlen musste.

2x HOTEL AUBERGE, 2 x F/M/A


5. und 6. Tag, Samstag und Sonntag

Niger-Pinassenfahrt auf der Lebensader Malis

Mit einer komfortablen und guter Küche und sauberen Toilette ausgerüsteten Pinasse starten wir ab Ségou unsere Nigerfluss Expedition. Im Binnendelta des Niger gibt es keine angenehmere Art des Reisens. Stets weht eine angenehme, erfrischende Brise, wir haben Zeit, in Ruhe Photoaufnahmen von Dorfszenen am Ufer oder von der Vogelwelt zu machen. Auf Landausflügen begegnen wir den verschiedenen Volksstämmen, die sich durch unterschiedliche Arbeitstechniken und Arbeitsprodukte unterscheiden. Die Bella, ehemalige Sklaven der Tuareg, haben sich aufs Holzschlagen und den Holzhandel spezialisiert. Mit ihren Eseln tragen sie die geschlagenen Buschhölzer herbei und türmen Holzberge zum Verkauf auf. Riesige Rinderherden der Peul-Hirten bevölkern die nahrhaften Uferzonen. Zur richtigen Jahreszeit, zwischen November und Februar, treiben die Hirten auf ihrer Wanderung Hunderte von Tiere ins Wasser, schwimmen ihnen hinterher, um am anderen Ufer den Weg fort zu setzten - das wilde Gebrüll der Rinder, das Anpeitschen und Schreien der Hirten wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Direkt am Ufer des Flusses der Flüsse leben die Bozo. Beim Besuch ihrer Strohhüttendörfer lernen wir ihre Fischfang- und Konservierungsmethoden kennen.

Die Vielfalt der Vogelwelt ist hier beeindruckend. Es zeigen sich blau gefiederte Eisvögel, weiße Kuh- und Fischreiher, Seeadler, schwarze Milane, Webervögel und Bussarde. Auf flachen Sandbänken stellen Kormorane ihr Gefieder zum Trocknen auf. Bei kalten Temperaturen im Januar und Februar kommt sogar das Flusspferd aus dem Wasser, um sich die dicke Haut in der Sonne aufzuwärmen. In Ke-Macina besuchen wir eine der schmucken, mit viel Liebe aufgebauten Lehmbaumoscheen, die überall wie kleine Schlösschen aus "Tausend und einer Nacht" aus den Uferdörfern hervorragen. Sie sind Ausdruck eines tiefen islamischen Glaubens, der dieser armen Flussbevölkerung Zufriedenheit und Zuversicht gewährt.

Am Samstag erleben wir die einzige Zeltübernachtung der Reise. Komfortable MARMOT M4 Igluzelte, Feldbetten mit sauberer Bettwäsche und die Küche auf unserer Pinasse machen die Übernachtung auf einer Sandbank am Nigerfluss zu einem Erlebnis, welches an Bilder von "OUT OF AFRICA" erinnert. Am Sonntag erreichen wir Ké-Macina, wo unsere Fahrzeuge auf uns warten und uns auf einer guten Piste ins 100 Km entfernte Djenne zum berühmten Wochenmarkt bringen.

1x ZELTÜBERNACHTUNG, 1x HOTEL DJENNE DJENNO 2 x F/M/A

Haus in Segou
Alles startklar zu unserer Pinassenfahrt nach Ké Macina

7. Tag, Montag

Die Tausendjährige Lehmbaustadt Djenne

Djenne ist nicht reich an Geschichte. Djenne ist Geschichte! Wer die mittelalterlich anmutende Stadt vor Einsetzen des hektischen Markttreibens am Sonntag erkundet und wer sich in den engen Gassen zwischen den aus Flusslehm erbauten Quaderbauten Zeit lässt, verweilt und besinnt, der wird sich angesichts der zahlreichen historischen Zeugnisse und der ursprünglichen Lebensweise der Einwohner in einem lebendigen Freilichtmuseum wähnen! Kenner Afrikas charakterisieren Djenne deshalb als unübertroffenes Beispiel einer bis heute authentisch lebenden Sahelstadt. So, wie Sie die Stadt heutzutage erleben, soll es vor Jahrhunderten überall in der Binnendelta Landschaft des Niger zugegangen sein! Aus diesem Grunde ist Djenne Weltkulturerbe der UNESCO.

Während des Wasserhöchststandes des Baniflusses ist Djenne eine Flussinsel und genießt eine ausgezeichnete Schutzlage. Die Insellage der Stadt garantiert den Baustoff der Lehmhäuser und Moscheen und ist zugleich auch Grund der traditionellen wirtschaftliche Verflechtung mit der "Zwillingsstadt" Timbuktu: Auf Pinassen gelangten vor allem Gold und Sklaven nach Norden und wurden eingetauscht gegen das so wichtige Saharasalz aus den Tagesabbaustätten von Taoudenni.

Moschee in Djenne
Moschee in Djenne

Im Herzen der Stadt liegt die weltgrößte Lehmmoschee aus dem Jahre 1907/08. Der quadratische Rechteckbau mit seinen Portaleingängen, Zinnen und Türmen ist das größte Lehmbauwerk der Welt. Die Fassade ist durch nach vorne versetzte Minaretttürme gegliedert, die von den charakteristischen Holzbalkenbündeln der sudanesischen Lehmmoscheen geprägt sind. Alle drei Türme enden in von Straußeneiern gekrönten Zinnen. Straußeneiern werden im gesamten westafrikanischen Sahel magische Abwehrkräfte nachgesagt.

Heute ist Montag - der wöchentliche Markttag in Djenne. Machen Sie sich gefasst auf "Afrika pur"! Auf dem freien Platz vor der großen Lehmbaumoschee werden alle Produkte der Region in einem kaum zu übertreffenden Markszenario angeboten. Okra-Schoten, Tamarinden, Baobabblätter, Malvenblätter, geräucherter Fisch, Chilischoten, getrocknete Zwiebeln und Tomaten, Feigen, Mangos usw. werden korbweise von schwitzenden Marktfrauen aufreißerisch feilgeboten. Der Markt gleicht einem Ameisenhaufen. Die Tagestemperaturen liegen bei 40°C und die staubige Luft wird bei Ihnen das Gefühl verstärken, sich in einem Hexenkessel aufzuhalten. Das ist echtes, traditionelles Afrika! Schießen Sie ein Photo von der Marktfrau mit einem Korb voller Tamarinden auf dem Kopf, im Hintergrund die berühmte Lehmbaumoschee - wer wird Sie in Europa nicht um diesen Augenblick beneiden? Trotz Hitze, Staub und drängender Menschenmassen?

HOTEL DJENNE DJENNO F/M/A


8.-11. Tag, Dienstag-Freitag

Dogon - Initiationsriten und heilige Plätze

Wir fahren am Dienstag von Djenne nach Sangha, dem traditionellen Zentrum im Dogonland. Zwei Halbtagesausflüge nach Banani und Tirelli führen uns in die berühmte "Falaise de Bandiagara". Am Freitag Rückfahrt nach Mopti, wobei wir zuvor noch einen Abstecher nach Niongono unternehmen.

Im Zuge der gewaltsamen Islamisierung hat sich das animistische Volk der Dogon zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert in den zerklüfteten Steilabfall (franz. Falaise) von Bandiagara geflüchtet. Erst durch die ethnologischen Studien von Marcel Griaule in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Dogon der Außenwelt bekannt. Ihren vom Ahnenkult bestimmten Glauben haben die Dogon bis heute bewahrt. Auch heute noch erlebt der Besucher "überall eine erstaunliche Religiosität, das Heilige schwebt in jedem Winkel, alles erscheint weise und schwer" (Michael Leiris 1932). Die Einteilung der Felder, der Bau und die Himmelsrichtung der Palaverhütten, die Aufteilung der Wohnhäuser, die Anordnung der Türen, Decken, Terrassen, Nischen und Balken - alles ist Ausdruck der religiösen, mythologischen Anschauung der Dogon.

Auf einer engen Holperpiste, über Brücken und steinige Bergkuppen hinweg, entlang grüner Zwiebelfelder und künstlich angelegten Staubecken führt unser Ausflug zu aufgestellten Holzstäbchen in rechteckigen, von Steinen umrahmten Sandfeldern - was hat das zu bedeuten?

Bei den Dogon ist die Wahrsagerei durch den Mythos des bleichen Fuchses eine wichtige Institution für die Entscheidungsfindung. Der Seher zeichnet am späten Nachmittag mit den Händen bestimmte Figuren in ein mit Steinen umfriedetes Sandfeld und markiert sie mit Holzstäbchen. Kleine Fleischköder und Erdnüsse sollen nachts Schakale anlocken, die mit ihren Pfoten Spuren in den Sandfiguren hinterlassen und die aufgestellten Stäbchen umwerfen. Am folgenden Tag deutet der Seher die vom Schakal verursachten Spuren und liest daraus Antworten auf die ihm von einem Klienten gestellten Fragen.

Fünfhundert Meter weiter erreichen wir schließlich den berühmten Steilabfall des Sangha - Plateaus. Natürliche Treppen führen uns auf engen Pfaden hinunter nach Banani. Auf halber Höhe erkennen wir die Dogongehöfte, deren Grundrisse unter Berücksichtigung des mythologische Deutungssystems konzipiert sind: Nach dem Bild einer auf dem Rücken liegenden Frau und von Nord nach Süd ausgerichtet, lassen sich die Menstruationshäuser als Hände ausnehmen, das Togouna genannte Rathaus und die Schmiede bilden den Kopf. Die im Zentrum liegenden Familienhäuser stellen die Brüste und den Bauch dar. Die Altäre im Süden werden als Beine gedeutet und die Vagina wird durch die Mahlsteine verkörpert. Das Phallus-Symbol wurde aus Achtung vor den Frauen allerdings außerhalb der Mauern gebaut.

Ein herrlicher Ausblick in die gegenüber liegende Gondo-Ebene ergänzt den Blick auf das unter uns liegende Dorf. Im Osten ragt der Felsvorsprung des Ninu hervor, wo die Dogon in den Höhen der Nester von Milanen ihre Grabstätten unterhalten. Am Fuße der senkrechten Wand, kaum erkennbar, da farblich vollkommen dem Fels angepasst, hängen weitere Dörfer der Dogon wie Schwalbennester am Steilabfall.

Am Freitagmorgen Start zur Rückfahrt nach Mopti. Zum Abschluss unseres Aufenthaltes wird unser Reiseleiter eine simulierte Sigui - Zeremonie, einen Maskentanz, arrangieren. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, wenn Kanaga - und Stockwerkmasken im Rhythmus von Trommeln, Pfeifen und Triangeln zum Leben erwachen. Photografen können ungehindert an die Tänzer herantreten und Porträts schießen. Die vom Hirsebier angeheizte Stimmung stimuliert auch die am Geschehen teilnehmende Bevölkerung.

Wir erreichen Bandiagara zur Mittagszeit. Danach ein Abstecher zur Grotte von Songho, einem traditionellen Initiations- und Beschneidungsplatz für heranwachsende Knaben, die hier nach uralten Riten in die Altersklasse der Erwachsenen aufgenommen werden. Die auf den Fels gemalten Abbildungen dienen den schriftlosen Dogon als Sinnbilder des geheimen, religiösen Wissens und die Dogon halten sie für älter als den Kosmos.

Zurück in Mopti beziehen wir unser Hotel mit Swimming-Pool und direkt am Nigerfluss gelegen.

3 x HOTEL SANGHA, 1 x HOTEL KANAGA, 4 x F/M/A

Dogon Speicher und Häuser
Dogonspeicher und Wohnhäuser

12. Tag, Samstag

Mopti, Venedig des Sudan

Das Gewimmel von Menschen und Transportmitteln verleiht der Stadt im Herzen des Niger-Binnendeltas eine einzigartige Atmosphäre. Täglich landet hier eine Vielzahl von motorisierten Pinassen und gestakten Pirogen mit Handelsprodukten an. Darunter das Sahara-Salz, das die Kamelkarawanen von Taoudenni nach Timbuktu bringen, von wo es auf Pinassen auf dem Niger Mopti erreicht. Im nördlichen Teil des Marktes werden die in der Sonne glitzernden Salzplatten zersägt und die beste Qualität als Speisesalz verkauft. Daneben erhält man Produkte des täglichen Bedarfs wie Hausrat, Möbel, Matratzen, kunstvoll geflochtene Strohmatten, Berge von Gewürzen, Kernseife und Henna und Zaubermittel aus den südlichen Savannen.

Bestellen Sie sich ein kühles Getränk in der berühmten Bar Bozo und genießen Sie von dort einen Blick auf das bunte Leben im Pinassenhafen, wo schwere Ballen von geräuchertem Fisch angelandet werden, Männer und Frauen sich in aller Ruhe neben eingeseiften Schafen waschen und Kinder mit selbst gebastelten Flugzeugen aus Konservendosen spielen. Im Hintergrund gibt die Moschee insbesondere in den frühen Abendstunden ein ideales Photomotiv der Szene ab. Das Leben Malis präsentiert sich hier wie auf einer Filmleinwand.

Neben dem Eingang zur Bar Bozo arbeitet eine Pinassenwerft. Die kiellosen Holzboote werden entlang den Spannten aufgeplankt, wobei die grob geschnittenen Hartholz-Bretter in der Mitte geklammert werden. Interessant ist dabei zuzusehen, wie Schmiede vor Ort die Nägel und Krampen aus Eisenschrott schmieden. In einem Land ohne nennenswerte industrielle Produktion muss man sich zu helfen wissen!

HOTEL KANAGA F/M/A

Moschee Mopti
Moschee in Mopti

13. Tag, Sonntag

Bamako - Rückflug nach Europa

Am frühen Morgen Transfer von Mopti zum Flughafen nach Sevaré, Inlandsflug und Ankunft in Bamako gegen 10:00.

Wir fahren gleich weiter zum Air France Büro in der Stadt, um dort unser Hauptgepäck für den Abendflug abzugeben und die Boarding Card zu erhalten. Danach geben wir Gelegenheit zu einem letzten Einkauf im zentralen Handwerksmarkt. Am Nachmittag "at leasure" am Pool des Hotels oder individuelle Aufenthalte in der Stadt. Wir verlassen unser Hotel gegen 20:00 zu einem gemeinsamen Abendessen in der Stadt bevor es gegen 21:30 zum Flughafen geht. Rückflug nach Europa kurz vor Mitternacht.

DAY - ROOMS HOTEL MANDÉ F/M/A



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NOMADE VOYAGE
Ammadou Sangaré und Juan Dobler ~ Reiseleitung und Tourenveranstaltung ~ Bamako, Mali, Westafrika
 
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