Westafrika:
16 Tage vom Atlantikstrand zum Wüstenrand
5.8.2011 - 21.8.2011
Ghana - Burkina Faso - Mali
Diese Rundreise wurde von Juan Doblers Agentur NOMADE VOYAGE MALI in
Zusammenarbeit mit RAIFFEISEN REISEN WIEN durchgeführt. Unsere Gruppe von sieben Teilnehmern hat dabei Pionierarbeit geleistet, da wir die ersten auf diesem Weg waren.
Die Pioniere waren: Eva-Maria aus Innsbruck, Alexa und Walter aus Innsbruck, Claudia und Franz-Michael aus Wien, Eva aus Wien und Beatrice aus Baden b. Wien. Das Reisen in unserer Kleingruppe erlaubte eine große Flexibilität und Beweglichkeit und "außertourliche" Erlebnisse, wie z.B. den Besuch einer Messe und Hochzeit in Ghana - da hat es gehörig "geswingt"!
Wir hatten aber auch tolle Betreuer: in Ghana wurden wir von Jojo Cobbinah begleitet, der übrigens einen sehr empfehlenswerten Reiseführer über Ghana geschrieben hat. In Mali hat sich Dolo, ein Mitglied der Dogon um uns gekümmert.
Während der ganzen Reise hat uns unser Fahrer Vieux aus Mali sicher und kompetent über die schwierigsten Pisten, durch Regengüsse und den chaotischen Verkehr in den Städten manövriert.
Auf dieser Rundreise haben wir weite Strecken zurückgelegt, auf denen wir die unterschiedlichsten Landschaften und Kulturen erlebt haben. Es ging vom Regenwald in Ghana in die Wüste bei Timbuktu und in die Felsdörfer der Dogon in Mali. Wir haben die Sklavenburgen von El Mina und Cape Coast in Ghana besucht, die die grausame und unmenschliche Tragödie der Sklavenzeit fast spürbar machten. Wir haben die lauten und bunten Märkte in Kumasi, Timbuktu,Djenné und Mopti erlebt, wo sich das Leben Schwarzafrikas abspielt. Wir haben die faszinierende Lehmarchitektur in Tiébélé (Burkina) und Mali gesehen, die eine gewisse Verbindung zwischen Schwarzafrika und dem Orient herstellt.
Bei unseren Besuchen in den Dörfern wurden wir von freundlichen Bewohnern und neugierigen Kindern, die uns sogar Ständchen gesungen haben, empfangen. Allerdings haben auch lästige Händler, die sich auf uns wenige Touristen gestürzt haben, manchmal unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. Da wir in der Regenzeit unterwegs waren, sind wir kaum auf andere "Weiße" gestoßen und haben die sonst trockene Savanne wunderbar grün erlebt. In den zahlreichen Teichen blühten z.B. Seerosen und meine geliebten Baobabs waren belaubt und voller Früchte.
Wer jetzt Lust bekommen hat, unseren Spuren zu folgen, sollte vielleicht folgende Ratschläge noch beachten: es braucht einen gewissen Sinn für Abenteuer, Verzicht auf Luxus und Bequemlichkeiten und Offenheit für andere Lebensarten und Kulturen. Neben festen Schuhen, die nicht nur bei der Begehung von Felsdörfern nützlich sind, sondern die Füße auch beim Durchwandern so mancher Märkte schützen, sollte man ein Leintuch oder einen leichten Schlafsack mitnehmen, da viele Hotels keine Leintücher zum Zudecken hatten.
Uns allen wird diese Rundreise immer im Gedächtnis bleiben. Wir werden uns sicher an einige Höhepunkte erinnern:
der Canopy Walk im Regenwald von Kakum, ein Kamelritt in der Wüste von Timbuktu, eine Pinassenfahrt auf dem Niger, der Maskentanz in Sangha im Dogonland, der Aufstieg zum Felsdorf der Teli unter den Felsen bei Kani Kombolé.
Jetzt heißt es, all diese beeindruckenden Erfahrungen zu verarbeiten. Wer weiß, vielleicht begibt sich der eine oder andere Leser auf unsere Spuren und teilt unsere Impressionen. Viel Glück und gute Reise!
Kontakt: Beatrice Bouda, Baden/ Österreich, beatricebouda@hotmail.com